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RAB Arztbesuche

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Krankschreibung & Rezept am Wochenende in Hamburg: der komplette Leitfaden

RAB Arztbesuche bringt den Arzt zu Ihnen, statt Sie ins Wartezimmer: in ganz Hamburg, nach Hause, ins Büro oder ins Hotel, täglich von 6 bis 24 Uhr.

Susanne Reiche

Medizinisch geprüft von Susanne Reiche

Fachärztin für Innere Medizin – Geriatrie – Palliativmedizin – Privatärztin

Zuletzt aktualisiert am · veröffentlicht am

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU, umgangssprachlich Krankschreibung) ist ein ärztliches Dokument, das ein approbierter Arzt nach einer persönlichen Untersuchung an jedem Kalendertag ausstellen darf, also auch samstags, sonntags und an gesetzlichen Feiertagen. Entscheidend ist nicht der Wochentag, sondern allein die medizinisch festgestellte Arbeitsunfähigkeit. Wer am Freitagabend oder am Wochenende erkrankt und am Montag nicht arbeitsfähig sein wird, hat in ganz Hamburg mehrere geregelte Versorgungswege, um eine rechtlich vollwertige AU zu erhalten.

Dieser Leitfaden beantwortet die häufigsten Fragen zur Krankschreibung am Wochenende in Hamburg: ob sie zulässig ist, wer sie ausstellt, was bei rückwirkenden Bescheinigungen rechtlich gilt, wie die elektronische AU an die Krankenkasse läuft und ob auch ein Rezept oder eine Überweisung außerhalb der Praxiszeiten möglich ist.

Ist eine Krankschreibung am Wochenende in Hamburg überhaupt möglich?

Ja, eine Krankschreibung am Wochenende ist in Hamburg rechtlich uneingeschränkt zulässig. Das deutsche Arbeitsrecht knüpft die Gültigkeit einer AU nicht an einen bestimmten Wochentag, sondern an zwei Voraussetzungen: eine persönliche ärztliche Untersuchung und eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit. Eine am Sonntag ausgestellte Bescheinigung ist gegenüber dem Arbeitgeber genauso gültig wie eine an einem Dienstag aus der Hausarztpraxis.

Die Ausstellung richtet sich nach der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Der Arzt prüft, ob die konkrete berufliche Tätigkeit aufgrund der aktuellen Beschwerden vorübergehend nicht zumutbar ist. Ob die Untersuchung montags oder an einem Feiertag stattfindet, ändert daran nichts. Eine Krankschreibung ohne persönliche ärztliche Einschätzung ist hingegen ausgeschlossen.

Wer stellt am Wochenende eine Krankschreibung aus?

In Hamburg stehen außerhalb der regulären Praxiszeiten vier Wege offen, von denen drei eine AU ausstellen dürfen. Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Nummer 116 117 übernimmt akute, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden; nach Untersuchung in einer der KV-Notfallpraxen an Kliniken wie Altona, Wandsbek, Farmsen oder Eppendorf oder per vermitteltem Hausbesuch kann dort eine Krankschreibung erfolgen. Privatärztliche Bereitschaftsdienste wie RAB Arztbesuche stellen ebenfalls vollwertige Bescheinigungen aus. Jeder approbierte Arzt ist dazu berechtigt.

Die Notaufnahme eines Hamburger Krankenhauses, etwa am UKE oder an einer der Asklepios-Kliniken, kann zwar formal ein Attest ausstellen, ist dafür aber nicht vorgesehen: Sie dient schweren und potenziell lebensbedrohlichen Zuständen. Für gewöhnliche Infekte, Magen-Darm-Erkrankungen oder akute, aber stabile Beschwerden ist sie der falsche Weg und bindet Kapazitäten, die kritisch Kranke benötigen.

Ein ärztlicher Hausbesuch ist die vierte Option und besonders sinnvoll, wenn die Mobilität eingeschränkt ist, kleine Kinder betroffen sind oder die Beschwerden ausgeprägt sind. Bei RAB Arztbesuche erfolgt der Hausbesuch nach kurzer telefonischer Schilderung in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten. Die AU wird bei begründeter Arbeitsunfähigkeit direkt vor Ort ausgestellt.

Bekommt man beim Notdienst automatisch eine Krankmeldung?

Nein, eine Krankschreibung ist keine Serviceleistung auf Wunsch, sondern eine medizinische Entscheidung. Der Arzt beurteilt Art und Schwere der Symptome, die konkrete berufliche Belastung und die voraussichtliche Dauer der Einschränkung. Erst wenn er eine objektiv feststellbare Arbeitsunfähigkeit bejaht, wird die AU ausgestellt.

Diese Schwelle schützt beide Seiten: die Patientin oder den Patienten vor verfrühter Arbeitsaufnahme und die Bescheinigung vor Anzweiflung durch Arbeitgeber oder Krankenkasse. Der Medizinische Dienst (MD) kann eine AU im Einzelfall überprüfen, weshalb sie stets auf einer echten gesundheitlichen Beeinträchtigung beruhen muss. Wer den Notdienst ausschließlich für ein Attest ruft, obwohl er sich arbeitsfähig fühlt, missbraucht das System und bindet Ressourcen.

Rückwirkende Krankschreibung: was rechtlich gilt

Eine rückwirkende Krankschreibung ist nur eng begrenzt möglich: Die AU-Richtlinie erlaubt eine rückwirkende Bescheinigung des Arbeitsunfähigkeitsbeginns in der Regel höchstens für den Tag vor der Untersuchung, und auch das nur, wenn die Symptome bei der Untersuchung klinisch nachvollziehbar sind. Maßgeblich bleibt der Tag der ärztlichen Untersuchung.

Praktisch heißt das: Wer bereits am Samstag erkrankt, aber erst am Montag einen Arzt aufsucht, erhält die Bescheinigung unter Umständen erst ab Montag. Die Lücke für Samstag und Sonntag lässt sich nachträglich oft nicht mehr schließen. Eine Untersuchung am Wochenende selbst schließt diese Lücke zuverlässig. Verlangt der Arbeitgeber eine lückenlose AU ab dem ersten Krankheitstag, sollte man deshalb nicht bis Montag warten.

Ab wann brauche ich überhaupt eine AU?

Gesetzlich besteht die Vorlagepflicht nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz ab dem vierten Krankheitstag, also wenn die Erkrankung länger als drei Kalendertage dauert. Viele Arbeitgeber verlangen die Bescheinigung jedoch bereits ab dem ersten Tag. Das ist arbeitsvertraglich zulässig und im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt. Wer unsicher ist, prüft seinen Arbeitsvertrag oder fragt die Personalabteilung.

Unabhängig davon gilt: Die Anzeigepflicht ist sofort zu erfüllen. Den Arbeitgeber muss man unverzüglich, in der Regel vor Arbeitsbeginn am ersten Krankheitstag, über die Arbeitsunfähigkeit und ihre voraussichtliche Dauer informieren, auch wenn die AU erst später nachgereicht wird.

Krankmeldung für den Arbeitgeber: Was am Wochenende gilt

Die Krankmeldung beim Arbeitgeber und die ärztliche Krankschreibung (AU) sind zwei getrennte Schritte: Krank melden müssen Sie sich nach § 5 EFZG unverzüglich am ersten Krankheitstag, auch am Samstag oder Sonntag, formlos per Anruf oder E-Mail. Die ärztliche AU-Bescheinigung muss spätestens am vierten Kalendertag vorliegen, viele Arbeitgeber verlangen sie früher. Wer sich am Wochenende krankschreiben lässt, beim 116-117-Bereitschaftsdienst oder per privatärztlichem Hausbesuch, hat damit beide Pflichten sofort erfüllt.

Elektronische AU (eAU): Wie kommt die Krankschreibung zur Kasse?

Seit dem 1. Januar 2023 ist die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) für gesetzlich Versicherte verbindlich. Der behandelnde Arzt übermittelt die Krankschreibung digital direkt an die Krankenkasse; der Arbeitgeber ruft die Daten dort elektronisch ab. Eine Patientin oder ein Patient muss die AU also nicht mehr selbst bei der Kasse einreichen.

Für die eigenen Unterlagen und zur Sicherheit erhält man weiterhin einen Papierausdruck. Privatversicherte sind von der eAU-Pflicht ausgenommen und legen die Bescheinigung weiterhin in Papierform vor. Reicht eine am Wochenende ausgestellte AU über mehrere Tage hinaus, übernimmt typischerweise der Hausarzt am Montag oder Dienstag die Folgebescheinigung. Der Notdienst stellt oft nur für zwei bis drei Tage aus.

Kann man am Wochenende auch ein Rezept oder eine Überweisung bekommen?

Ja, im Rahmen der Untersuchung darf der Arzt am Wochenende auch Medikamente verordnen. Das umfasst symptomatische Therapien, fiebersenkende Mittel, Schmerzmittel sowie Antibiotika, sofern eine bakterielle Infektion diagnostiziert wird. In Deutschland werden Antibiotika nie pauschal oder auf Wunsch, sondern ausschließlich nach klinisch begründeter Indikation verschrieben. Das Rezept löst man in einer Notdienst-Apotheke ein, die im Rotationsdienst rund um die Uhr Medikamente bereitstellt.

Folgerezepte für Dauermedikation (etwa Blutdruck- oder Schilddrüsentabletten) sind ein Graubereich: Im Notdienst wird in der Regel nur eine kleine Packung verordnet, die bis Montag reicht, mit der Bitte, den Rest über den Hausarzt zu regeln. Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, sind davon ausgenommen. Auch akut sinnvolle Überweisungen, etwa an einen Augen- oder HNO-Facharzt für den Folgetag, kann der Bereitschaftsarzt ausstellen.

HNO-Beschwerden und Spezialfälle am Wochenende

Starke Ohrenschmerzen, ein plötzlicher Hörverlust, ausgeprägter Schwindel oder Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden treten häufig auf, wenn HNO-Fachpraxen geschlossen sind. Spezialisierte HNO-Notdienste existieren in Hamburg, sind aber nicht flächendeckend und oft mit Wartezeiten verbunden. Ein privatärztlicher Bereitschaftsdienst kann viele dieser Beschwerden, etwa Verdacht auf eine bakterielle Mittelohrentzündung oder eine akute Sinusitis, im Hausbesuch einschätzen und behandeln.

Klar ist dabei, wo die Grenze verläuft. Der ärztliche Bereitschaftsdienst leistet ambulante Versorgung akuter, stabiler Beschwerden: untersuchen, diagnostizieren, Medikamente verordnen, AU und Überweisungen ausstellen. Bildgebende Diagnostik wie CT oder MRT, chirurgische Eingriffe oder intensivmedizinische Versorgung gehören nicht dazu; ist eine weiterführende Abklärung oder stationäre Aufnahme nötig, leitet der Arzt diese ein.

Wann der Notruf 112 statt des Notdienstes gilt

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist nicht für lebensbedrohliche Notfälle zuständig. Bei Atemnot, starken Brustschmerzen, Bewusstlosigkeit, schweren Verletzungen, starken Blutungen oder neurologischen Ausfällen wie plötzlichen Lähmungen oder Sprachstörungen muss unverzüglich der Notruf 112 gewählt werden. Hier zählt jede Minute, und auf einen Hausbesuch zu warten wäre unsicher.

Das Hamburger Versorgungssystem ist klar abgestuft: Die 112 ist ausschließlich für lebensbedrohliche Notfälle vorgesehen, die 116 117 für akute, aber stabile Beschwerden außerhalb der Praxiszeiten. Hausarztpraxen decken die reguläre Versorgung ab, ergänzende ärztliche Hausbesuche bieten eine zusätzliche Option. Die richtige Einordnung verkürzt Wartezeiten und entlastet die Notaufnahmen.

Checkliste: So sichern Sie Ihre Krankschreibung am Wochenende lückenlos

Die folgenden sechs Schritte stellen sicher, dass weder arbeitsrechtlich noch bei der Krankenkasse eine Lücke entsteht:

  • Arbeitgeber sofort informieren: Die Anzeigepflicht gilt unverzüglich, in der Regel vor Arbeitsbeginn am ersten Krankheitstag, unabhängig davon, wann die Bescheinigung folgt.
  • Arbeitsvertrag prüfen: Gilt die Vorlagepflicht erst ab dem vierten Krankheitstag oder verlangt der Arbeitgeber die AU ab dem ersten Tag?
  • Am Erkrankungstag untersuchen lassen: Rückwirkend ist meist nur der Vortag bescheinigungsfähig; wer bis Montag wartet, riskiert eine Lücke für Samstag und Sonntag.
  • eAU-Weg kennen: Bei gesetzlich Versicherten übermittelt der Arzt die AU seit dem 1. Januar 2023 digital an die Krankenkasse; Privatversicherte legen die Papierbescheinigung selbst vor.
  • Folgebescheinigung planen: Reicht die AU über das Wochenende hinaus, stellt der Hausarzt am Montag oder Dienstag die Folgebescheinigung aus, der Notdienst bescheinigt oft nur zwei bis drei Tage.
  • Papierausdruck aufbewahren: Der Ausdruck dient als Nachweis, falls die elektronische Übermittlung scheitert oder der Arbeitgeber die Daten nicht abrufen kann.

Häufige Fragen zur Krankschreibung am Wochenende in Hamburg

Gilt eine am Samstag ausgestellte AU auch für Montag?

Ja. Eine am Samstag oder Sonntag ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gilt ab dem darin vermerkten Datum und deckt alle ausgewiesenen Krankheitstage ab, einschließlich Montag und darüber hinaus, wenn der Arzt eine längere Arbeitsunfähigkeit feststellt. Sie ist dem Arbeitgeber fristgerecht vorzulegen, in der Regel spätestens am ersten Arbeitstag nach Ablauf der vertraglichen Karenztage.

Kann ich rückwirkend für das ganze Wochenende krankgeschrieben werden?

In der Regel nicht. Rückwirkend ist meist nur der Tag vor der Untersuchung möglich, und auch das nur bei klinisch nachvollziehbaren Symptomen. Wer freitags erkrankt und erst sonntags zum Arzt geht, kann Freitag oft nicht mehr abdecken. Eine zeitnahe Untersuchung am Wochenende schließt die Lücke.

Ist eine Krankschreibung aus der Notaufnahme gültig?

Ja, eine ordnungsgemäß ausgestellte AU aus der Notaufnahme ist arbeitsrechtlich gültig. Die Notaufnahme ist dafür jedoch nicht vorgesehen und sollte schweren oder lebensbedrohlichen Fällen vorbehalten bleiben; für eine reine Krankschreibung ist der Bereitschaftsdienst oder ein Hausbesuch der richtige Weg.

Was kostet eine Krankmeldung über einen privatärztlichen Hausbesuch?

Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und liegt meist bei rund 150 bis 300 €; Wochenend- und Nachtzuschläge sind gesetzlich geregelt und üblich. Privatversicherte erhalten die Kosten in der Regel vollständig erstattet. Selbstzahler und gesetzlich Versicherte mit ambulanter Zusatzversicherung können den Dienst ebenfalls in Anspruch nehmen; viele Zusatztarife decken privatärztliche Hausbesuche ganz oder teilweise ab.

Bekommen Kinder am Wochenende eine Bescheinigung?

Ja. Auch für Kinder können ärztliche Atteste sowie Schul- oder Kita-Bescheinigungen nach ärztlicher Einschätzung ausgestellt werden. Gerade bei kleinen Kindern ist ein Hausbesuch sinnvoll, weil er Stress und Anfahrtswege vermeidet und eine ruhige Untersuchung im gewohnten Umfeld ermöglicht. In Hamburg stehen für Kinder zusätzlich spezialisierte Kinder-Notfallpraxen bereit, etwa am AK Kinderkrankenhaus Wilhelmstift oder am Altonaer Kinderkrankenhaus.

Wie schnell kommt ein Arzt von RAB Arztbesuche?

Nach kurzer telefonischer Schilderung erfolgt der Hausbesuch in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten. RAB Arztbesuche ist täglich zwischen 6 und 24 Uhr unter 040 524 729 688 erreichbar; Termine lassen sich alternativ online buchen.

Bekomme ich am Wochenende ein Rezept?

Ja, ein Wochenend-Rezept erhalten Sie über den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117), eine Notaufnahme oder einen privatärztlichen Hausbesuch. Nach ärztlicher Indikation stellen wir das Rezept direkt beim Hausbesuch aus, einlösbar in jeder Hamburger Notdienst-Apotheke. Auch Folge- und Dauerrezepte sind bei entsprechender Dokumentation möglich.

Bekomme ich am Sonntag eine Krankmeldung für Montag?

Ja. Eine am Sonntag ausgestellte AU gilt ab dem Ausstellungstag und damit auch für den Montag. Sowohl der ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117) als auch der privatärztliche Hausbesuch stellen die Bescheinigung am Wochenende aus; die Krankmeldung erreicht die Krankenkasse als eAU, Privatpatienten reichen die Papier-AU ein.

Wo bekomme ich samstags eine Krankmeldung in Hamburg?

Samstags stellen in Hamburg die KV-Notfallpraxen (Vermittlung über 116 117) und der privatärztliche Hausbesuch eine Krankschreibung aus, die Notaufnahme nur bei echten Notfällen. Ein Privatarzt von RAB Arztbesuche kommt täglich von 6 bis 24 Uhr in 60–90 Minuten zu Ihnen und stellt AU und Rezept direkt vor Ort aus (Abrechnung nach GOÄ).

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