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RAB Arztbesuche

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Notarzt, 112, 116 117 oder Hausbesuch? Der Notfall-Wegweiser für Hamburg

RAB Arztbesuche bringt den Arzt zu Ihnen, statt Sie ins Wartezimmer: in ganz Hamburg, nach Hause, ins Büro oder ins Hotel, täglich von 6 bis 24 Uhr.

Susanne Reiche

Medizinisch geprüft von Susanne Reiche

Fachärztin für Innere Medizin – Geriatrie – Palliativmedizin – Privatärztin

Zuletzt aktualisiert am · veröffentlicht am

Der medizinische Notfall-Wegweiser für Hamburg ist ein Entscheidungsleitfaden, der bei plötzlichen Beschwerden in ganz Hamburg vier Versorgungswege klar voneinander trennt: den Notruf 112 (Rettungsdienst mit Notarzt), die Notaufnahme im Krankenhaus, den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 und den privatärztlichen Hausbesuch. Die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg nimmt täglich eine hohe Zahl medizinischer Notrufe entgegen, doch nur ein Teil davon sind echte lebensbedrohliche Notfälle, die richtige Einschätzung entscheidet daher über Leben, Wartezeit und einen sinnvollen Ressourceneinsatz.

Wichtig vorab: Dieser Leitfaden ersetzt keine ärztliche Beurteilung. Bei jedem Verdacht auf Lebensgefahr, etwa Atemnot, Bewusstlosigkeit, Brustschmerz, Schlaganfall-Zeichen oder starke Blutung, wählen Sie sofort die 112. Der privatärztliche Bereitschaftsdienst RAB Hamburg ist ausschließlich für akute, aber stabile Beschwerden zuständig und ersetzt zu keinem Zeitpunkt den Rettungsdienst.

Notarzt Hamburg: Diese Telefonnummern gelten

Bei Lebensgefahr wählen Sie in Hamburg immer die 112: Sie ist kostenfrei, rund um die Uhr besetzt und schickt Notarzt und Rettungswagen. Für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden gilt die 116 117 (kassenärztlicher Bereitschaftsdienst, kostenfrei). Einen privatärztlichen Hausbesuch ohne Wartezeit erreichen Sie täglich von 6 bis 24 Uhr unter 040 524 729 688; die Kosten nach GOÄ liegen meist bei 150–300 €, verfügbar in allen 7 Hamburger Bezirken.

Die vier Versorgungswege in Hamburg auf einen Blick

Hamburg verfügt über ein gestuftes Notfallsystem mit vier klar getrennten Anlaufstellen, und jede erfüllt eine eigene Aufgabe. Die folgende Übersicht ordnet Situation, Zuständigkeit und Nummer einander zu:

Situation Richtiger Weg Nummer / Kontakt
Lebensbedrohlicher Notfall: Atemnot, Bewusstlosigkeit, Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Verdacht, starke Blutung Rettungsdienst mit Notarzt 112, kostenlos rund um die Uhr
Schwere, aber selbst erreichbare Beschwerden: tiefe Schnittwunde, Knochenbruch, neurologische Abklärung Notaufnahme / Rettungsstelle direkt ins Krankenhaus (nur bei stabilem Zustand selbst fahren)
Akut, aber nicht lebensbedrohlich: Fieber, Infekt, Magen-Darm, Rückenschmerz außerhalb der Sprechzeiten Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117, kostenlos rund um die Uhr
Schnelle, persönliche ärztliche Hilfe zu Hause, im Büro oder Hotel Privatärztlicher Hausbesuch (RAB Hamburg) 040 524 729 688, täglich 6–24 Uhr

Wann Sie sofort die 112 wählen müssen

Die 112 ist immer dann die richtige Wahl, wenn akute Lebensgefahr besteht oder nicht ausgeschlossen werden kann, sie alarmiert in Hamburg über die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg den Rettungsdienst mit Rettungswagen und bei Bedarf einem Notarzt. Die Nummer gilt bundesweit und europaweit, ist kostenlos und funktioniert auf jedem Mobiltelefon auch ohne Guthaben oder SIM-Karte. Bei den folgenden Warnzeichen zählt jede Minute, wählen Sie ohne zu zögern die 112:

  • Bewusstlosigkeit oder fehlende Reaktion auf Ansprache.
  • Verdacht auf Herzinfarkt: anhaltende starke Brustschmerzen, die in Arm, Kiefer oder Rücken ausstrahlen, mit Atemnot und kaltem Schweiß.
  • Verdacht auf Schlaganfall: plötzliche Lähmung einer Körperseite, hängender Mundwinkel, Sprach- oder Sehstörungen (FAST-Test: Face, Arms, Speech, Time).
  • Schwere Atemnot, die sich rasch verschlechtert, etwa bei Asthmaanfall oder allergischem Schock.
  • Starke, unstillbare Blutungen nach Unfall oder Operation.
  • Schwere Verletzungen nach Sturz aus großer Höhe, Verkehrsunfall, Stromunfall oder großflächiger Verbrennung.
  • Krampfanfälle, die nicht aufhören oder erstmals auftreten.
  • Schwere allergische Reaktionen oder Verdacht auf Vergiftung.

Bei psychiatrischen Notfällen mit Eigen- oder Fremdgefährdung wählen Sie ebenfalls die 112 oder den Polizeinotruf 110. Ein Anruf bei der 112 verpflichtet nicht automatisch zum Rettungswagen-Einsatz: Die Disponentinnen und Disponenten der Hamburger Leitstelle sind ausgebildet, die Dringlichkeit telefonisch einzuschätzen und im Zweifel die richtige Versorgung zu vermitteln. Die Faustregel lautet: lieber einmal zu oft als einmal zu wenig.

Wie schnell der Rettungsdienst in Hamburg eintrifft

Der Rettungsdienst wird in Hamburg von der Feuerwehr Hamburg über die Rettungsleitstelle organisiert. Als Planungsziel gilt für lebensbedrohliche Einsätze eine kurze Hilfsfrist von rund acht Minuten ab Notruf, die tatsächliche Anfahrtszeit schwankt jedoch je nach Verkehrslage, Tageszeit und aktuellem Einsatzaufkommen. Geben Sie am Telefon Ihren genauen Standort und den Zustand der betroffenen Person an, damit der Disponent die Priorität korrekt einstuft, und legen Sie nicht auf, bis die Leitstelle das Gespräch freigibt.

Was tun bis der Rettungsdienst kommt?

Nach dem Notruf können Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes entscheidende Erste Hilfe leisten, diese Minuten retten Leben. Orientieren Sie sich an den fünf W-Fragen der Leitstelle: Wo ist es passiert, was ist geschehen, wie viele Betroffene, welche Verletzungen, und warten Sie auf Rückfragen. Bis Hilfe eintrifft gilt:

  • Bei Bewusstlosigkeit mit Atmung: stabile Seitenlage.
  • Bei Herz-Kreislauf-Stillstand: sofort Herzdruckmassage, etwa 100–120 Mal pro Minute.
  • Bei starker Blutung: festen Druck auf die Wunde ausüben.
  • Bei Schock: Beine hochlagern, betroffene Person warm halten und beruhigen.

Notaufnahme oder Notruf, wann fahre ich selbst?

Eine eigenständige Fahrt in die Notaufnahme ist nur dann sinnvoll, wenn Ihr Zustand stabil ist und keine Verschlechterung während der Fahrt zu erwarten ist. Die Notaufnahme, im Krankenhaus auch Rettungsstelle genannt, ist auf schwere, akute Fälle mit Zugang zu Labor, CT, Röntgen und Operation ausgelegt. Typische Gründe, die Notaufnahme selbst aufzusuchen, sind eine tiefe Schnittwunde, die genäht werden muss, ein Knochenbruch ohne sichtbare Deformierung oder starke Bauchschmerzen ohne Schockzeichen. Besteht hingegen Lebensgefahr oder kann der Zustand unterwegs kippen, fahren Sie niemals selbst, dann gilt ausnahmslos die 112.

Das Problem: Notaufnahmen in einer Großstadt wie Hamburg sind besonders abends, am Wochenende und an Feiertagen chronisch überlastet. Ein erheblicher Teil der Patientinnen und Patienten in den großen Häusern wie dem UKE, den Asklepios-Kliniken oder dem Marienkrankenhaus könnte medizinisch sicher über den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder einen Hausbesuch versorgt werden. Für genau diese Patientinnen und Patienten sind der Bereitschaftsdienst und der ärztliche Hausbesuch die schnellere und passendere Wahl.

Wann der ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117) genügt

Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Nummer 116 117 ist die richtige Anlaufstelle für akute, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Praxissprechzeiten, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Leitstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg schätzt Ihre Symptome ein und vermittelt entweder einen Termin in einer Notdienstpraxis oder, bei nicht mobilen Patienten, den fahrenden Dienst der KV Hamburg. Typische Fälle für die 116 117 sind:

  • Hohes Fieber über mehrere Tage oder starke Grippe- bzw. Erkältungssymptome.
  • Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen oder Durchfall, die sehr unangenehm, aber stabil sind.
  • Ohren-, Hals- oder Harnwegsinfekte, die rasch behandelt werden müssen.
  • Rückenschmerzen, Migräne oder akute Gelenkschmerzen ohne neurologische Ausfälle.
  • Krankschreibung oder Rezept am Wochenende.

Stellt sich im Telefonat heraus, dass es sich doch um einen echten Notfall handelt, alarmiert die 116-117-Leitstelle umgehend den Rettungsdienst. Umgekehrt verweist die 112 nicht dringliche Fälle an die 116 117, die beiden Systeme arbeiten Hand in Hand. Wer mobil ist, wird meist an eine ärztliche Bereitschaftspraxis verwiesen, in Hamburg etwa am UKE in Eppendorf, am Asklepios Klinikum St. Georg sowie in Bergedorf und Harburg. Laut einer Patientenbefragung warten dort rund 37 Prozent weniger als 15 Minuten, im Schnitt etwa 30 Minuten, je nach Andrang können es aber auch deutlich mehr werden.

Wann ein privatärztlicher Hausbesuch die bessere Wahl ist

RAB Arztbesuche ist ein privatärztlicher Bereitschaftsdienst, der bei akuten, aber stabilen Beschwerden täglich von 6 bis 24 Uhr eine approbierte Ärztin oder einen approbierten Arzt in ganz Hamburg direkt nach Hause, ins Büro, ins Hotel oder in die Ferienwohnung schickt, in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten. Der Dienst schließt die Versorgungslücke zwischen überfüllter Notaufnahme und geschlossener Hausarztpraxis, ohne Notfallressourcen zu beanspruchen. Anders als bei anonymen Callcentern sprechen Sie bei RAB mit medizinisch geschultem, deutsch- und englischsprachigem Personal, das im Vorgespräch klärt, ob ein echter Notfall vorliegt, und in diesem Fall ausdrücklich an die 112 verweist.

Vor Ort führen die RAB-Ärztinnen und -Ärzte eine vollständige Untersuchung durch und können je nach Befund Schmerztherapie, Infusionen, EKG, Laboranalysen, Rezepte sowie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen direkt ausstellen. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ): Privatversicherte und Beihilfeberechtigte erhalten die Kosten in der Regel vollständig erstattet, Selbstzahler zahlen meist zwischen 150 und 300 Euro, je nach Wochentag, Uhrzeit und Umfang der Leistung. Damit eignet sich der Dienst besonders für Familien, ältere oder immobile Menschen sowie internationale Gäste, die zeitnahe Hilfe ohne Wartezimmer wünschen.

Häufige Fragen zum medizinischen Notfall in Hamburg

Welche Nummer wähle ich im Notfall in Hamburg?

Bei akuter Lebensgefahr immer die 112, sie alarmiert den Rettungsdienst mit Notarzt und ist kostenlos, europaweit gültig und rund um die Uhr erreichbar. Für akute, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten ist die 116 117 zuständig. Wünschen Sie schnelle, persönliche Hilfe zu Hause, erreichen Sie RAB Hamburg täglich von 6 bis 24 Uhr unter 040 524 729 688.

Was passiert, wenn ich die falsche Nummer wähle?

Es entsteht kein Schaden, denn die Leitstellen sind vernetzt. Wählen Sie versehentlich die 116 117 bei einem lebensbedrohlichen Notfall, fordert das Personal Sie auf, sofort die 112 zu wählen, und alarmiert bei Bedarf selbst den Rettungsdienst. Umgekehrt verweist die 112-Leitstelle nicht dringliche Fälle an die 116 117. Auch RAB Hamburg klärt im Vorgespräch, ob ein echter Notfall vorliegt, und verweist im Zweifel an die 112.

Wie schnell kommt der Rettungswagen in Hamburg?

Der Rettungsdienst der Feuerwehr Hamburg rückt bei lebensbedrohlichen Einsätzen mit einer Hilfsfrist von rund acht Minuten aus, die tatsächliche Zeit hängt von Verkehr und Einsatzaufkommen ab. Ein privatärztlicher Hausbesuch von RAB Hamburg erfolgt bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten, ohne dass dafür der Rettungsdienst beansprucht wird.

Darf ich den Notarzt bei starken Schmerzen rufen?

Starke Schmerzen allein sind nicht automatisch ein Notfall, entscheidend sind die Begleitsymptome. Treten zusätzlich Atemnot, Bewusstseinsstörungen, neurologische Ausfälle oder Kreislaufprobleme auf, wählen Sie sofort die 112. Bei starken, aber stabilen Schmerzen ohne diese Warnzeichen, etwa Rücken-, Bauch- oder Gelenkschmerzen, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst oder ein Hausbesuch die richtige Wahl.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Den Rettungswagen-Einsatz (112) und den KV-Hausbesuchsdienst (116 117) übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei medizinischer Notwendigkeit. Beim privatärztlichen Dienst RAB hängt es von Ihrer Versicherung ab: Privatversicherte und Beihilfeberechtigte erhalten die Abrechnung nach GOÄ in der Regel vollständig erstattet, gesetzlich Versicherte nutzen RAB als Selbstzahler.

Wann sollte ich nicht zögern, Hilfe zu holen?

Bei jedem Verdacht auf Lebensgefahr sollten Sie nie abwarten, ein zu spät abgesetzter Notruf kann bei Herzinfarkt oder Schlaganfall bleibende Schäden verursachen. Sind Sie unsicher, ob ein Notfall vorliegt, wählen Sie im Zweifel die 112, die geschulte Leitstelle nimmt Ihnen die Einschätzung ab. Für stabile, aber dringende Beschwerden ist eine ärztliche Einschätzung über den Bereitschaftsdienst oder einen Hausbesuch sinnvoll, bevor sich der Zustand verschlechtert.

Was kostet ein Rettungswagen-Einsatz in Hamburg?

Bei medizinischer Notwendigkeit trägt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten des Rettungseinsatzes; Versicherte ab 18 Jahren zahlen lediglich die gesetzliche Zuzahlung von 10 Prozent der Fahrkosten, mindestens 5 und höchstens 10 Euro. Privatversicherte reichen die Rechnung bei ihrer Versicherung ein. Wichtig: Zögern Sie im echten Notfall niemals aus Kostengründen, die 112 zu wählen, die Kostenfrage ist bei Lebensgefahr immer nachrangig.

Gibt es die 116 117 auch online?

Ja, unter 116117.de finden Sie die Online-Ersteinschätzung, die Suche nach aktuell geöffneten Bereitschaftspraxen und die Terminservicestelle für Facharzttermine. Bei akuten Beschwerden ist der Anruf unter 116 117 in der Regel der schnellere Weg, weil die Leitstelle die Dringlichkeit direkt einschätzt und bei Bedarf sofort einen Hausbesuch oder den Rettungsdienst organisiert.

Sie benötigen zeitnah ärztliche Hilfe in Hamburg und es liegt keine lebensbedrohliche Situation vor? Den privatärztlichen Bereitschaftsdienst RAB Hamburg erreichen Sie täglich von 6 bis 24 Uhr unter 040 524 729 688 oder buchen Sie Ihren Termin direkt online. Bei lebensbedrohlichen Notfällen wählen Sie ausschließlich den Notruf 112.

Wie lautet die Telefonnummer vom Notarzt in Hamburg?

Den Notarzt erreichen Sie in Hamburg wie bundesweit über die 112; der Anruf ist kostenfrei und rund um die Uhr möglich. Für nicht lebensbedrohliche Beschwerden ist die 116 117 zuständig. Ein privatärztlicher Hausbesuch von RAB Arztbesuche ist täglich von 6 bis 24 Uhr unter 040 524 729 688 erreichbar.

Welche Nummer gilt für Kassenpatienten ohne Notfall?

Gesetzlich Versicherte erreichen den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst kostenfrei unter 116 117; er vermittelt Bereitschaftspraxen und in medizinisch begründeten Fällen Hausbesuche. Der privatärztliche Hausbesuch steht auch GKV-Versicherten als Selbstzahlerleistung offen und kostet nach GOÄ meist 150–300 €, inklusive Krankschreibung auch am Wochenende.

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