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RAB Arztbesuche

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Kinderarzt-Notdienst in Berlin: Der Leitfaden für Eltern

RAB Arztbesuche bringt den Arzt zu Ihnen, statt Sie ins Wartezimmer: in ganz Berlin, nach Hause, ins Büro oder ins Hotel, täglich von 6 bis 24 Uhr.

Susanne Reiche

Medizinisch geprüft von Susanne Reiche

Fachärztin für Innere Medizin – Geriatrie – Palliativmedizin – Privatärztin

Zuletzt aktualisiert am · veröffentlicht am

Der Kinderarzt-Notdienst in Berlin ist die ärztliche Akutversorgung für Kinder außerhalb der regulären Praxiszeiten – an Abenden, in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen, wenn die niedergelassene Kinderarztpraxis geschlossen ist und eine Untersuchung nicht bis zum nächsten Werktag warten kann. Über die bundesweite Bereitschaftsnummer 116 117 koordiniert die Kassenärztliche Vereinigung Berlin Bereitschaftspraxen, telefonische Ersteinschätzungen und Hausbesuche; ergänzend bietet der privatärztliche Bereitschaftsdienst RAB Arztbesuche Hausbesuche für Familien im gesamten Stadtgebiet an, in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten. Dieser Leitfaden erklärt Eltern, wann der Kinderarzt-Notdienst zuständig ist, wann stattdessen sofort die 112 gewählt werden muss und wie ein Hausbesuch für ein krankes Kind abläuft.

Wann ist der Kinderarzt-Notdienst in Berlin zuständig?

Der Kinderarzt-Notdienst ist für akute, aber stabile Erkrankungen zuständig, bei denen keine unmittelbare Lebensgefahr besteht und die reguläre Kinderarztpraxis geschlossen ist. Er schließt die Versorgungslücke zwischen der niedergelassenen Pädiatrie und der Klinik-Notaufnahme an Abenden, Wochenenden und Feiertagen.

Typische Anlässe, aus denen Eltern in Berlin den kinderärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren, sind hohes oder anhaltendes Fieber über 39 °C, das auf Fiebersäfte nicht anspricht, starke Ohrenschmerzen, ausgeprägte Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden, akute Atemwegsinfekte mit Husten, Erbrechen oder Durchfall mit beginnendem Flüssigkeitsmangel sowie neu aufgetretene Hautausschläge. Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern unter drei Jahren verändern sich Symptome oft innerhalb weniger Stunden, weshalb eine zeitnahe ärztliche Einschätzung sinnvoll ist – auch ohne lebensbedrohliche Situation.

Wann müssen Eltern sofort die 112 wählen?

Bei jedem Anzeichen einer akuten Lebensgefahr ist ausschließlich der Rettungsdienst unter 112 zuständig – nicht der Bereitschaftsdienst und kein privater Hausbesuch. Jede Verzögerung durch einen vorgeschalteten Anruf bei einem ambulanten Dienst wäre in diesen Fällen gefährlich.

Wählen Sie sofort die 112, wenn Ihr Kind eines dieser pädiatrischen Warnzeichen zeigt:

  • Schwere Atemnot – blaue Lippen, sichtbar eingezogene Atemhilfsmuskeln, pfeifende oder stark beschleunigte Atmung.
  • Bewusstseinstrübung – Bewusstlosigkeit, ausgeprägte Schläfrigkeit, das Kind ist nicht mehr erweckbar oder reagiert nicht.
  • Fieberkrampf oder Krampfanfall – insbesondere wenn er länger als fünf Minuten dauert oder sich wiederholt.
  • Austrocknung (Dehydrierung) – starker Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen oder Durchfall, trockene Lippen, keine Tränen, keine nasse Windel über viele Stunden.
  • Schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie), Anschwellen im Gesichts- und Halsbereich, Verdacht auf Vergiftung sowie starke, nicht stillbare Blutungen.
  • Säuglinge unter drei Monaten mit Fieber über 38 °C – hier ist immer sofort ärztliche Hilfe zu suchen.

Berlin verfügt über spezialisierte Kinderrettungsstellen, etwa an der Charité im Virchow-Klinikum und am Vivantes Klinikum Neukölln. Über die 112 wird bei Bedarf ein Kinder-Notarzt alarmiert. Ein privater Bereitschaftsdienst ersetzt den Rettungsdienst niemals.

Kinderarzt am Wochenende in Berlin – welche Wege gibt es?

Am Wochenende stehen Berliner Familien mehrere Versorgungswege offen, da nur sehr wenige Kinderarztpraxen Samstagssprechstunden anbieten und diese meist stark ausgelastet sind. Der erste Schritt ist in der Regel ein Anruf bei der 116 117.

Die Leitstelle der KV Berlin nennt die nächstgelegene geöffnete Kinder-Notdienstpraxis. Solche kinderärztlichen Bereitschaftspraxen sind unter anderem an mehreren Klinikstandorten angesiedelt – etwa an den DRK Kliniken Westend (Charlottenburg-Wilmersdorf), am Sana Klinikum Lichtenberg, an der Charité im Virchow-Klinikum (Wedding), am Vivantes Klinikum Neukölln und am St. Joseph Krankenhaus Tempelhof. Eine Voranmeldung ist meist nicht nötig; mitzubringen ist die Gesundheitskarte des Kindes. Da gesetzlich versicherte Kinder hier über die Kasse abgerechnet werden, ist die Versorgung kostenfrei – allerdings ist gerade sonntags und während Infektwellen mit mehreren Stunden Wartezeit in einem vollen Wartezimmer zu rechnen.

Warum ein Hausbesuch für ein krankes Kind oft die schonendste Lösung ist

Ein Hausbesuch erspart dem kranken Kind den belastenden Weg in eine überfüllte Notdienstpraxis und reduziert das Infektionsrisiko durch andere kranke Kinder im Wartezimmer. Ein fieberndes oder erschöpftes Kind warm einzupacken, ins Auto zu setzen und durch die Stadt zu fahren, bedeutet zusätzlichen Stress – während eine mehrstündige Wartezeit gerade für Säuglinge und Kleinkinder eine erhebliche Belastung darstellt.

Im vertrauten Umfeld verhalten sich Kinder kooperativer, was dem Arzt eine ruhigere und präzisere klinische Einschätzung ermöglicht – ein weinendes Kind im fremden Behandlungszimmer lässt sich deutlich schwerer abhören als ein vertrautes Kind auf dem Arm der Eltern. Besonders sinnvoll ist der Hausbesuch bei sehr hohem Fieber, bei stark geschwächten Kindern, bei Familien ohne Auto oder mit mehreren kleinen Kindern sowie bei Verdacht auf ansteckende Infektionskrankheiten.

Was leistet RAB Arztbesuche beim Hausbesuch für Kinder?

RAB Arztbesuche, der privatärztliche Bereitschaftsdienst, führt Hausbesuche für Kinder im gesamten Berliner Stadtgebiet durch – täglich von 6 bis 24 Uhr, auch samstags, sonntags und an Feiertagen. Nach einer kurzen telefonischen Schilderung der Beschwerden trifft der Arzt in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten ein.

Vor Ort führt der Arzt eine vollständige körperliche Untersuchung durch: Erfassung von Temperatur, Atemfrequenz und Kreislaufzeichen, Auskultation von Lunge und Herz, Inspektion von Rachen und Ohren mit dem Otoskop sowie Abtastung von Bauch und Lymphknoten. Auf dieser Grundlage entscheidet der Arzt gemeinsam mit den Eltern über das weitere Vorgehen. Bei klarer Indikation können Privatrezepte für Fiebersenker, abschwellende Nasentropfen oder Antibiotika direkt ausgestellt werden; ebenso eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zur Betreuung des erkrankten Kindes (Kinderkrankschein) für die begleitende Elternperson. Weist die Untersuchung auf eine schwerere Erkrankung hin, erhalten die Eltern eine klare Empfehlung zur Vorstellung in einer Klinikambulanz. Für internationale Familien kann auf Wunsch ein englischsprachiger Arzt geschickt werden.

Ablauf eines kinderärztlichen Hausbesuchs – Schritt für Schritt

Jeder Hausbesuch beginnt mit einem Telefonat, in dem die Dringlichkeit eingeordnet wird. Der Ablauf umfasst in der Regel fünf Schritte:

  1. Kontaktaufnahme: Sie rufen unter 030 550 77 870 an oder buchen online. Erfasst werden Alter des Kindes, Hauptbeschwerden, Dauer der Symptome, Vorerkrankungen und bereits gegebene Medikamente.
  2. Ersteinschätzung: Auf Basis dieser Angaben wird entschieden, ob ein Hausbesuch die passende Option ist oder ob im Einzelfall die 112 oder eine Klinik der richtige Weg wäre.
  3. Anfahrt: Der Arzt trifft in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten ein.
  4. Untersuchung: Die altersgerechte Untersuchung im Kinder- oder Wohnzimmer dauert je nach Komplexität etwa 20 bis 40 Minuten.
  5. Behandlung und Nachsorge: Der Arzt legt das weitere Vorgehen fest, verordnet bei Bedarf Medikamente und gibt Hinweise zur häuslichen Pflege. Verschlechtert sich der Zustand innerhalb von 24 Stunden nicht oder bessert er sich nicht, erfolgt eine klare Empfehlung zur Wiedervorstellung.

Was Eltern für den Hausbesuch bereithalten sollten

Eine kurze Vorbereitung erleichtert dem Arzt die Einschätzung und spart wertvolle Minuten. Halten Sie idealerweise diese Unterlagen und Angaben bereit:

  • Versichertenkarte des Kindes, Impfpass und das gelbe Untersuchungsheft (U-Heft).
  • Eine aktuelle Liste der Medikamente, die das Kind einnimmt, sowie bekannte Allergien.
  • Den Fieberverlauf der letzten Stunden (gemessene Temperaturen mit Uhrzeit) sowie Notizen zu Trinkmenge, Erbrechen und Stuhlgang.
  • Vorhandene Arztberichte bei chronisch kranken Kindern.

Ein Fieberthermometer, Elektrolytlösung bei Durchfall und ein Lieblingsspielzeug zur Beruhigung des Kindes gehören in jede gut ausgestattete Hausapotheke und helfen, viele Wochenend-Situationen zu entschärfen.

Kosten und Abrechnung des privatärztlichen Hausbesuchs

Ein privatärztlicher Hausbesuch wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet; die Höhe hängt von Tageszeit, Wochentag und Umfang der Untersuchung ab. Privat versicherte Kinder erhalten die Kosten über ihre Krankenversicherung in der Regel vollständig erstattet, Beihilfeberechtigte über die Beihilfestelle.

Gesetzlich versicherte Familien und Selbstzahler können den Dienst ebenfalls in Anspruch nehmen – eine Erstattung durch die gesetzliche Krankenkasse ist dabei in der Regel nicht vorgesehen, viele private Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten jedoch ganz oder teilweise. Die Rechnung wird nach GOÄ transparent erstellt und kann auf Wunsch auch auf Englisch ausgestellt werden, was die Erstattung durch Reise- oder Auslandskrankenversicherungen erleichtert. Eine telefonische Vorab-Auskunft zu den voraussichtlichen Kosten ist jederzeit möglich.

Häufige Fragen zum Kinderarzt-Notdienst in Berlin

Gibt es am Samstag oder Sonntag einen Kinderarzt in Berlin?

Ja, über den kinderärztlichen Bereitschaftsdienst und die Kinder-Notdienstpraxen werden Kinder auch am Wochenende untersucht. Den ersten Hinweis auf die nächstgelegene geöffnete Praxis erhalten Sie über die 116 117. Reguläre Kinderarztpraxen mit Samstagssprechstunde gibt es in Berlin nur sehr wenige und sie sind meist stark ausgelastet. Wer Wartezeiten und den Transport eines kranken Kindes vermeiden möchte, kann alternativ einen privatärztlichen Hausbesuch in Anspruch nehmen, der in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten erfolgt.

Ab welchem Alter kommt ein Arzt zum Hausbesuch?

Ein Hausbesuch ist grundsätzlich für Kinder aller Altersstufen möglich. Bei sehr jungen Säuglingen, insbesondere unter drei Monaten, wird am Telefon besonders sorgfältig geprüft, ob eine Vorstellung in einer kinderärztlichen Klinikambulanz nicht die medizinisch sicherere Option ist. Bei Säuglingen unter drei Monaten mit Fieber über 38 °C ist ohnehin immer sofort ärztliche Hilfe zu suchen.

Kann der Arzt ein Rezept und eine Krankschreibung ausstellen?

Ja, bei entsprechender Indikation stellt der Arzt direkt vor Ort Privatrezepte aus – etwa für Fiebersenker, Schmerzmittel, abschwellende Nasentropfen oder bei klarer Indikation Antibiotika. Das Rezept kann anschließend in einer Notdienstapotheke eingelöst werden. Für die begleitende Elternperson kann zudem eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zur Betreuung des erkrankten Kindes (Kinderkrankschein) ausgestellt werden, ebenso auf Wunsch Bescheinigungen für Kita oder Schule.

Wie schnell kommt ein Arzt zum kranken Kind?

Nach der telefonischen Vereinbarung trifft der Arzt von RAB Arztbesuche in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten ein. Zu Stoßzeiten – Samstagvormittag, Sonntagnachmittag, Feiertage oder während Infektwellen – kann sich die Ankunftszeit verlängern; die Einordnung erfolgt nach medizinischer Dringlichkeit. Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie schwerer Atemnot, Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit wählen Sie immer sofort die 112 – der Rettungsdienst ist deutlich schneller und bringt das Kind direkt in die nächste Kinder-Notaufnahme.

Wann sollte man statt des Notdienstes die 112 rufen?

Die 112 ist immer dann die richtige Wahl, wenn eine lebensbedrohliche Situation nicht ausgeschlossen werden kann: bei schwerer Atemnot, Bewusstseinstrübung, einem Fieberkrampf, deutlichen Anzeichen einer Austrocknung, einer schweren allergischen Reaktion oder einem Verdacht auf Vergiftung. In diesen Fällen darf keine ambulante Versorgung abgewartet werden. Der kinderärztliche Notdienst und ein privater Hausbesuch sind ausschließlich für akute, aber stabile Beschwerden vorgesehen.

Den richtigen Versorgungsweg wählen

Das Berliner Gesundheitssystem ist klar gestuft: Die 112 ist für lebensbedrohliche Notfälle reserviert, die 116 117 vermittelt den kinderärztlichen Bereitschaftsdienst für akute, aber stabile Beschwerden, und die niedergelassenen Kinderarztpraxen übernehmen die reguläre Betreuung. Eine sachgerechte Einordnung der Symptome hilft, unnötige Belastungen für das Kind zu vermeiden, Notaufnahmen zu entlasten und schnell die passende Versorgungsstufe zu erreichen. Wenn Ihr Kind in Berlin außerhalb der Sprechzeiten ärztliche Hilfe benötigt und keine lebensbedrohliche Situation vorliegt, erreichen Sie RAB Arztbesuche täglich von 6 bis 24 Uhr unter 030 550 77 870 oder buchen Ihren Termin direkt online.

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