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RAB Arztbesuche

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Notarzt, 112, 116 117 oder Hausbesuch? Der Notfall-Wegweiser für Berlin

RAB Arztbesuche bringt den Arzt zu Ihnen, statt Sie ins Wartezimmer: in ganz Berlin, nach Hause, ins Büro oder ins Hotel, täglich von 6 bis 24 Uhr.

Susanne Reiche

Medizinisch geprüft von Susanne Reiche

Fachärztin für Innere Medizin – Geriatrie – Palliativmedizin – Privatärztin

Zuletzt aktualisiert am · veröffentlicht am

Der medizinische Notfall-Wegweiser für Berlin ist ein Entscheidungsleitfaden, der bei plötzlichen Beschwerden vier Versorgungswege klar voneinander trennt: den Notruf 112 (Rettungsdienst mit Notarzt), die Notaufnahme im Krankenhaus, den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 und den privatärztlichen Hausbesuch. In Berlin gehen täglich über 1.000 medizinische Notrufe ein, von denen nur etwa 40 Prozent echte lebensbedrohliche Notfälle sind – die richtige Einschätzung entscheidet daher über Leben, Wartezeit und sinnvollen Ressourceneinsatz.

Wichtig vorab: Dieser Leitfaden ersetzt keine ärztliche Beurteilung. Bei jedem Verdacht auf Lebensgefahr – Atemnot, Bewusstlosigkeit, Brustschmerz, Schlaganfall-Zeichen, starke Blutung – wählen Sie sofort die 112. Der privatärztliche Bereitschaftsdienst RAB Berlin ist ausschließlich für akute, aber stabile Beschwerden zuständig und ersetzt zu keinem Zeitpunkt den Rettungsdienst.

Die vier Versorgungswege in Berlin auf einen Blick

Berlin verfügt über ein gestuftes Notfallsystem mit vier klar getrennten Anlaufstellen, und jede erfüllt eine eigene Aufgabe. Die folgende Übersicht ordnet Situation, Zuständigkeit und Nummer einander zu:

Situation Richtiger Weg Nummer / Kontakt
Lebensbedrohlicher Notfall – Atemnot, Bewusstlosigkeit, Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Verdacht, starke Blutung Rettungsdienst mit Notarzt 112 – kostenlos, rund um die Uhr
Schwere, aber selbst erreichbare Beschwerden – tiefe Schnittwunde, Knochenbruch, neurologische Abklärung Notaufnahme / Rettungsstelle direkt ins Krankenhaus (nur bei stabilem Zustand selbst fahren)
Akut, aber nicht lebensbedrohlich – Fieber, Infekt, Magen-Darm, Rückenschmerz außerhalb der Sprechzeiten Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117 – kostenlos, 24/7
Schnelle, persönliche ärztliche Hilfe zu Hause, im Büro oder Hotel Privatärztlicher Hausbesuch (RAB Berlin) 030 550 77 870 – täglich 6–24 Uhr

Wann Sie sofort die 112 wählen müssen

Die 112 ist immer dann die richtige Wahl, wenn akute Lebensgefahr besteht oder nicht ausgeschlossen werden kann – sie alarmiert in Berlin den Rettungsdienst mit Rettungswagen und bei Bedarf einem Notarzt. Die Nummer gilt bundesweit und europaweit, ist kostenlos und funktioniert auf jedem Mobiltelefon auch ohne Guthaben oder SIM-Karte. Bei den folgenden Warnzeichen zählt jede Minute – wählen Sie ohne zu zögern die 112:

  • Bewusstlosigkeit oder fehlende Reaktion auf Ansprache.
  • Verdacht auf Herzinfarkt: anhaltende starke Brustschmerzen, die in Arm, Kiefer oder Rücken ausstrahlen, mit Atemnot und kaltem Schweiß.
  • Verdacht auf Schlaganfall: plötzliche Lähmung einer Körperseite, hängender Mundwinkel, Sprach- oder Sehstörungen (FAST-Test: Face, Arms, Speech, Time).
  • Schwere Atemnot, die sich rasch verschlechtert – etwa bei Asthmaanfall oder allergischem Schock.
  • Starke, unstillbare Blutungen nach Unfall oder Operation.
  • Schwere Verletzungen nach Sturz aus großer Höhe, Verkehrsunfall, Stromunfall oder großflächiger Verbrennung.
  • Krampfanfälle, die nicht aufhören oder erstmals auftreten.
  • Schwere allergische Reaktionen oder Verdacht auf Vergiftung.

Bei psychiatrischen Notfällen mit Eigen- oder Fremdgefährdung wählen Sie ebenfalls die 112 oder den Polizeinotruf 110. Ein Anruf bei der 112 verpflichtet nicht automatisch zum Rettungswagen-Einsatz: Die Disponentinnen und Disponenten der Leitstelle sind ausgebildet, die Dringlichkeit telefonisch einzuschätzen und im Zweifel die richtige Versorgung zu vermitteln. Die Faustregel lautet: lieber einmal zu oft als einmal zu wenig.

Wie schnell der Rettungsdienst in Berlin eintrifft

Die gesetzliche Hilfsfrist beträgt in Berlin laut Berliner Rettungsdienstgesetz für lebensbedrohliche Einsätze in der Regel acht Minuten ab Notruf. In der Praxis schwankt die tatsächliche Anfahrtszeit je nach Verkehrslage, Tageszeit und aktuellem Einsatzaufkommen. Geben Sie am Telefon Ihren genauen Standort und den Zustand der betroffenen Person an, damit der Disponent die Priorität korrekt einstuft – und legen Sie nicht auf, bis die Leitstelle das Gespräch freigibt.

Was tun bis der Rettungsdienst kommt?

Nach dem Notruf können Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes entscheidende Erste Hilfe leisten – diese Minuten retten Leben. Orientieren Sie sich an den fünf W-Fragen der Leitstelle: Wo ist es passiert, was ist geschehen, wie viele Betroffene, welche Verletzungen, und warten Sie auf Rückfragen. Bis Hilfe eintrifft gilt:

  • Bei Bewusstlosigkeit mit Atmung: stabile Seitenlage.
  • Bei Herz-Kreislauf-Stillstand: sofort Herzdruckmassage, etwa 100–120 Mal pro Minute.
  • Bei starker Blutung: festen Druck auf die Wunde ausüben.
  • Bei Schock: Beine hochlagern, betroffene Person warm halten und beruhigen.

Notaufnahme oder Notruf – wann fahre ich selbst?

Eine eigenständige Fahrt in die Notaufnahme ist nur dann sinnvoll, wenn Ihr Zustand stabil ist und keine Verschlechterung während der Fahrt zu erwarten ist. Die Notaufnahme – im Krankenhaus auch Rettungsstelle genannt – ist auf schwere, akute Fälle mit Zugang zu Labor, CT, Röntgen und Operation ausgelegt. Typische Gründe, die Notaufnahme selbst aufzusuchen, sind eine tiefe Schnittwunde, die genäht werden muss, ein Knochenbruch ohne sichtbare Deformierung oder starke Bauchschmerzen ohne Schockzeichen. Besteht hingegen Lebensgefahr oder kann der Zustand unterwegs kippen, fahren Sie niemals selbst – dann gilt ausnahmslos die 112.

Das Problem: Berliner Rettungsstellen sind chronisch überlastet. Laut einem Bericht der B.Z. wurden an Berliner Klinik-Erste-Hilfen von rund 1,2 Millionen Patienten etwa 680.000 wieder ohne stationäre Behandlung nach Hause geschickt – überwiegend ambulante Fälle, die kein echter Krankenhaus-Notfall waren. Für genau diese Patientinnen und Patienten sind der Bereitschaftsdienst und der ärztliche Hausbesuch die schnellere und passendere Wahl.

Wann der ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117) genügt

Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Nummer 116 117 ist die richtige Anlaufstelle für akute, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Praxissprechzeiten – kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Leitstelle der Kassenärztlichen Vereinigung schätzt Ihre Symptome ein und vermittelt entweder einen Termin in einer Notdienstpraxis oder, bei nicht mobilen Patienten, einen fahrenden Hausbesuchsdienst der KV. Typische Fälle für die 116 117 sind:

  • Hohes Fieber über mehrere Tage oder starke Grippe- bzw. Erkältungssymptome.
  • Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen oder Durchfall, die sehr unangenehm, aber stabil sind.
  • Ohren-, Hals- oder Harnwegsinfekte, die rasch behandelt werden müssen.
  • Rückenschmerzen, Migräne oder akute Gelenkschmerzen ohne neurologische Ausfälle.
  • Krankschreibung oder Rezept am Wochenende.

Stellt sich im Telefonat heraus, dass es sich doch um einen echten Notfall handelt, alarmiert die 116-117-Leitstelle umgehend den Rettungsdienst. Umgekehrt verweist die 112 nicht dringliche Fälle an die 116 117 – die beiden Systeme arbeiten Hand in Hand. Wer mobil ist, wird meist an eine ärztliche Bereitschaftspraxis verwiesen: Laut einer Patientenbefragung warten dort rund 37 Prozent weniger als 15 Minuten, im Schnitt etwa 30 Minuten – je nach Andrang können es aber auch deutlich mehr werden.

Wann ein privatärztlicher Hausbesuch die bessere Wahl ist

RAB Arztbesuche ist ein privatärztlicher Bereitschaftsdienst, der bei akuten, aber stabilen Beschwerden täglich von 6 bis 24 Uhr eine approbierte Ärztin oder einen approbierten Arzt direkt nach Hause, ins Büro oder ins Hotel schickt – in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten. Der Dienst schließt die Versorgungslücke zwischen überfüllter Notaufnahme und geschlossener Hausarztpraxis, ohne Notfallressourcen zu beanspruchen. Anders als bei anonymen Callcentern sprechen Sie bei RAB mit medizinisch geschultem, deutsch- und englischsprachigem Personal, das im Vorgespräch klärt, ob ein echter Notfall vorliegt – und in diesem Fall ausdrücklich an die 112 verweist.

Vor Ort führen die RAB-Ärztinnen und -Ärzte eine vollständige Untersuchung durch und können je nach Befund Schmerztherapie, Infusionen, EKG, Laboranalysen, Rezepte sowie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen direkt ausstellen. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ): Privatversicherte und Beihilfeberechtigte erhalten die Kosten in der Regel vollständig erstattet, Selbstzahler zahlen meist zwischen 150 und 300 Euro – je nach Wochentag, Uhrzeit und Umfang der Leistung. Damit eignet sich der Dienst besonders für Familien, ältere oder immobile Menschen sowie internationale Gäste, die zeitnahe Hilfe ohne Wartezimmer wünschen.

Häufige Fragen zum medizinischen Notfall in Berlin

Welche Nummer wähle ich im Notfall in Berlin?

Bei akuter Lebensgefahr immer die 112 – sie alarmiert den Rettungsdienst mit Notarzt und ist kostenlos, europaweit gültig und rund um die Uhr erreichbar. Für akute, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten ist die 116 117 zuständig. Wünschen Sie schnelle, persönliche Hilfe zu Hause, erreichen Sie RAB Berlin täglich von 6 bis 24 Uhr unter 030 550 77 870.

Was passiert, wenn ich die falsche Nummer wähle?

Es entsteht kein Schaden, denn die Leitstellen sind vernetzt. Wählen Sie versehentlich die 116 117 bei einem lebensbedrohlichen Notfall, fordert das Personal Sie auf, sofort die 112 zu wählen, und alarmiert bei Bedarf selbst den Rettungsdienst. Umgekehrt verweist die 112-Leitstelle nicht dringliche Fälle an die 116 117. Auch RAB Berlin klärt im Vorgespräch, ob ein echter Notfall vorliegt, und verweist im Zweifel an die 112.

Wie schnell kommt der Rettungswagen in Berlin?

Die gesetzliche Hilfsfrist liegt in Berlin für lebensbedrohliche Einsätze bei in der Regel acht Minuten; die tatsächliche Zeit hängt von Verkehr und Einsatzaufkommen ab. Ein privatärztlicher Hausbesuch von RAB Berlin erfolgt bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Minuten – ohne dass dafür der Rettungsdienst beansprucht wird.

Darf ich den Notarzt bei starken Schmerzen rufen?

Starke Schmerzen allein sind nicht automatisch ein Notfall – entscheidend sind Begleitsymptome. Treten zusätzlich Atemnot, Bewusstseinsstörungen, neurologische Ausfälle oder Kreislaufprobleme auf, wählen Sie sofort die 112. Bei starken, aber stabilen Schmerzen ohne diese Warnzeichen – etwa Rücken-, Bauch- oder Gelenkschmerzen – ist der ärztliche Bereitschaftsdienst oder ein Hausbesuch die richtige Wahl.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Den Rettungswagen-Einsatz (112) und den KV-Hausbesuchsdienst (116 117) übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei medizinischer Notwendigkeit. Beim privatärztlichen Dienst RAB hängt es von Ihrer Versicherung ab: Privatversicherte und Beihilfeberechtigte erhalten die Abrechnung nach GOÄ in der Regel vollständig erstattet, gesetzlich Versicherte nutzen RAB als Selbstzahler.

Wann sollte ich nicht zögern, Hilfe zu holen?

Bei jedem Verdacht auf Lebensgefahr sollten Sie nie abwarten – ein zu spät abgesetzter Notruf kann bei Herzinfarkt oder Schlaganfall bleibende Schäden verursachen. Sind Sie unsicher, ob ein Notfall vorliegt, wählen Sie im Zweifel die 112; die geschulte Leitstelle nimmt Ihnen die Einschätzung ab. Für stabile, aber dringende Beschwerden ist eine ärztliche Einschätzung über den Bereitschaftsdienst oder einen Hausbesuch sinnvoll, bevor sich der Zustand verschlechtert.

Sie benötigen zeitnah ärztliche Hilfe in Berlin und es liegt keine lebensbedrohliche Situation vor? Den privatärztlichen Bereitschaftsdienst RAB Berlin erreichen Sie täglich von 6 bis 24 Uhr unter 030 550 77 870 oder buchen Sie Ihren Termin direkt online. Bei lebensbedrohlichen Notfällen wählen Sie ausschließlich den Notruf 112.

Privatpatienten: 0 € Zuzahlung 5,0 (333)

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